Klosterarbeiten


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Hier einige meiner Lieblingsstücke

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  Eine Serie von mehreren kleinen Klosterarbeiten in achteckigen Holzrahmen. Herzstücke der Arbeiten sind kleine Metall Medaillons. Verarbeitet wurden außerdem viele kleine Strasssteine und Chenillegarn.

 

 

  Die kleinen Klosterarbeiten rechts gehören zu einen Miniaturserie. Die Rahmen aus Holz sind alt und stammen von einem Trödelmarkt. Bewusst wurde nichts verändert, um den besonderen Charakter der alten Rahmen nicht zu verderben.

 

    Dieser wunderschöne ovale Holzrahmen verlangte geradezu nach einer etwas aufwändigeren Arbeit. Ein Bild der Mutter Gottes wurde umrahmt von rotem und goldenem Strass und umgeben mit verschiedenen goldenen Blüten.

 

   Eine Klosterarbeit auf zwei Ebenen ist hier rechts zu sehen. Das Bild des Osterlamms stellt die untere Eben dar. Es wurde umrahmt mit kleinen, farbigen Strasssteinchen. Darauf wurde mit einen kleinen Abstand die zweite Ebene "eingerichtet". Sie besteht aus verschiedenen Blüten in Gold- und Silberboullion und kleinen Details aus Perlen. Zusammen mit dem goldenen Holzrahmen entsteht ein besonderer Eindruck der Tiefe.

  Diese Klosterarbeit entstand in der so genannten Edertechnik. Sie gehört zu meinen absoluten Lieblingsstücken. Nicht zuletzt, weil sehr viele Arbeitsstunden darin stecken. Zur Edertechnik gehört die Verwendung von bunten Glasteinen, der "Ederblätter" und der "Kreuznägel". Ein Ederblatt ist ein aus Golddraht geformtes Blatt, bei dem die Schlingen innen liegen. Zum Gegensatz, bei anderen Arbeiten liegen die Schlingen aus Draht immer außen um das Blättchen herum. Die Kreuznägel kann man hier gut unterhalb des Wachsmedaillons erkennen. Sie werden aus silbernen Lahn gefertigt.

 

  Sehen Sie sich das nächste Bild unbedingt größer an. Es zeigt eine alte Klosterarbeit, die auf einem Flohmarkt erstanden wurde. Mit zunehmenden Alter ist diese Arbeit schon etwas nachgedunkelt. Was aber dem besonderen Reiz ausmacht. Das komplette Bild ist mit dunkelrotem Wachs ausgelegt. Darauf eine weiße Wachsplatte und in der Mitte eine rote Wachsmadonna mit Kind. Das Wachs ist mit Ornamenten aus ganz feinem Cordonettdraht, winzigen farbigen Strasssteinchen und Perlen verziert. dazu in den Ecken noch modellierte Wachsblüten.

   Hier ein Beweis, dass die Technik der Klosterarbeiten auch zum Bereich Volkskunst gehört. Die beiden Bilder zeigen eine  Braut Krone. Unzählige Arbeitsstunden wurden investiert, um dieses Prachtstück zu gestalten. Die Krone ist nicht einer bestimmten Landschaft zuzuordnen, jedoch enthält sie die traditionellen Glücksbringer Symbole, die schon im 18. Jahrhundert verwendet wurden. Zum Beispiel Perlen, kleine Münzen, Blüten, Strass, Glöckchen und Spiegelchen. Besonders die Spiegel waren dazu da, die bösen Geister abzuwehren.

  Wenn schon gerade von Kronen die Rede ist - auch ein's meiner Lieblingsstücke. Eine Primizkrone. Solche Kronen wurden früher bei jeder Primiz verwendet. Eine Primiz ist der erste Gottesdienst, den ein neu geweihter, katholischer Priester in seiner Heimatgemeinde hält. Die Primizkrone wurde dem Priester beim Zug durch den Ort, von einem Mädchen, dem so genannten "Primizbräutchen", voraus getragen. Leider ist dieser schöne Brauch immer mehr in Vergessenheit geraten. Vielleicht auch, weil sich kaum noch junge Priester eine Krone für Ihre Primiz wünschen. Oder weil es nicht mehr viele Menschen gibt, die das Können, die Geduld und die Zeit aufbringen um eine Krone zu fertigen.

  Auch diese Kissen fällt im weitesten Sinn unter den Begriff Volkskunst. Das Ringkissen entstand zur Hochzeit einer Brieffreundin in Japan. Nur ein weiteres Beispiel für die Vielseitigkeit dieser Technik.

 

  Nun zum bekanntesten und beliebtesten Bereich der Klosterarbeit - den "Fatschenkindern". Fatschen bedeutet soviel wie wickeln. Geschichtlich kann man Fatschenkinder bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Durch die Jesuskindverehrung kam der Brauch auf, Wachsfiguren zu Fatschen.

  Nonnen bekamen oft zum Eintritt ins Kloster ein Fatschenkind geschenkt. Daher kommt bestimmt auch der Ausdruck "Seelentrösterlein". Das Jesuskind wurde verehrt, geschmückt und kostbar ausgestattet. Solche Fatschenkinder waren der einzig erlaubte Schmuck in der sonst kargen Klosterzelle.

  Aber auch in ländlichen Haushalten gab es meistens ein etwas einfacheres, aber nicht minder in Ehren gehaltenes Fatschenkind. Meistens im Herrgottswinkel. Oft hat es die Frau als Heiratsgut mit in die Ehe gebracht.   

  Diese runden Arbeiten zählen zu den kleinen Klosterarbeiten. Die Herstellung solcher Miniaturen, die kleinsten haben einen Durchmesser von nur 3 cm, die größeren etwa 8 cm, erfordert eine gewisse Fingerfertigkeit. Jedes Detail muss in einem viel kleineren  Format angefertigt werden.  Die Miniaturen wurden im Stil der historischen Reliquiendöschen gestaltet. Nur wird statt einer echten Reliquie ein verkleinertes Bild zum Mittelpunkt der Klosterarbeit.

  Abgedeckt ist jede Miniatur mit einem leicht gewölbten Uhrenglas. So ist die Arbeit geschützt. Ich habe schon viele dieser Miniaturen gemacht. Aber jede für sich ist ein Unikat.  

  Die Wahl der Perlen, die Farbe des Untergrunds und natürlich des Bildes macht mir immer wieder viel Freude. Ich habe auch schon Miniaturen mit Namenspatronen oder anderen beliebten Heiligen gestaltet. Sie erfreuen sich auf verschiednen Ausstellungen immer größter Beliebtheit. Stellen sie doch ein ganz besonderes kleines Geschenk für einen lieben Menschen dar.

        Zum Abschluss noch ein paar Bilder von selbst gefertigten Klosterarbeiten.

               

 

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